Barbara Luchner & Carmen Bach: Die Analphabetin

Die Analphabetin
Schauspiel nach der gleichnamigen Erzählung von Ágota Kristóf

Nach ihrer Kindheit in Ungarn floh Ágota Kristóf 1956, als junge Frau mit Mann und Kind vor dem Krieg in ihrer Heimat in die französischsprachige Schweiz. Sie, die von Kindesbeinen an las und schrieb, war plötzlich «Analphabetin» und musste eine völlig fremde Sprache erlernen. Neben ihrer Arbeit in einer Uhrenfabrik wollte sie unbedingt weiter schreiben und gehört werden, und so musste sie sich die «Feindessprache» aneignen, um sich ausdrücken zu können. Die Sprache, in der sie schrieb, war keine freiwillig gewählte, sie musste sich mit ihr arrangieren. Lesen und Schreiben war ein Akt der Vergewisserung der eigenen Existenz und Identität, ein Heilmittel gegen Einsamkeit und Verlust.

Inszenierung: Barbara Luchner
Bühne: Frederik C. Schweizer
Kostüme: Miriam Balli
Musik: Leonhard Luchner
Dramatrugie: Carmen Bach