Klassismus und Assistieren am Theater

Samstag, 10.04

15:30 – 17:00

Klassismus und Assistieren am Theater

mit: Isabella Wehdanner

Gast: Francis Seeck

Im deutschsprachigen Theaterraum sind Stadt- und Staatstheater, aber auch die freie Szene auf Assistent:innen u.a. in den Bereichen Regie und Ausstattung angewiesen, um Kunst möglich zu machen. Für Nachwuchskünstler:innen stellt die Assistenzposition oftmals den ersten Berufseinstieg dar. Sie übernehmen vielfältige Aufgaben und entwickeln (erste) eigene Arbeiten. Dabei bringen sie unterschiedliche Erfahrungen und Wissenshintergründe mit. Welche Unterstützungsformen kann diesen gerecht werden, um so die Diversität innerhalb des künstlerischen Nachwuchses zu fördern? In einem Werkstattgespräch diskutieren Francis Seeck und Isabella Wehdanner erste Ergebnisse einer Online-Umfrage unter Assistierenden und fragen nach Entwicklungschancen jenseits klassistischer Diskriminierung.

Francis Seeck ist Geschlechterforscher:in und Antidiskriminierungstrainer:in und arbeitet zu den Themen Klassismus, Sorgearbeit und geschlechtliche Vielfalt. 2020 erschien der Sammelband „Solidarisch gegen Klassismus. Organisieren, intervenieren, umverteilen“, den Francis Seeck gemeinsam mit Brigitte Theißl beim Unrast Verlag herausgab.

Isabella Wehdanner studierte Soziologie und Politikwissenschaft an der LMU München. Nach einem Volontariat am Goethe-Institut arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „KultMIX – Kulturproduktion in der Migrationsgesellschaft“ am IMIS (Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien) der Universität Osnabrück. Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie als Assistentin der Schauspielintendanz am Nationaltheater Mannheim tätig.