4ER SHORTLIST

Hier findet ihr unsere 4er Shortlist mit den Nachwuchskünstler:innen, die wir euch vorstellen wollen. Die Arbeiten unserer 4er Shortlist waren im Rahmen des Festivals vom 09.04 – 11.04.2021 hier verlinkt.

BESTIE

Freitag – Sonntag, online

Ich werde dich nie vergessen, Jonas! so beginnt eine Abschiedskarte ihre Reise durch die Hände von 17 Kolleg_Innen und macht Station in 9 Folgen der Mini-Serie BESTIE, geschrieben vom renommierten Autor Guillermo Calderón für das Ensemble des Residenztheaters. Jonas ist keineswegs verstorben, er ist ein Mörder. Höchstwahrscheinlich – vorrausichtlich – mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Wahrscheinlichkeit – wirklich? 

Ein Möglicherweise-Mörder im eigenen Büro – was könnte wunderbareres einbrechen in diesen Nicht-Ort unausgesprochener Sehnsüchte, lustfeindlicher Ängste, unbefriedigter Machtgelüste und tief empfundener Langeweile. Helga und Gerd in der Telefonschalte oder Sigrid und Katja im Archiv zwischen den Akten begraben oder Margit und Gunter (belauscht von Julia) – ganz unüblich – gewöhnlich am Schreibtisch, sie rätseln nicht nur, wie diesen Menschen verabschieden, sondern Sie ergreifen auch die einmalige Chance und erheben sich aus der Masse ihres 16-fachen Selbst, holen die BESTIE ganz nah an sich heran, um auszutesten wie Wahrheit gehen könnte. Mit jeder neu gelegten Fährte transformieren sich die Flure des Nicht-Orts und werden ganz der buntschillernde Bau des Aufregenden, Immer-Anderen und Ungewissen. Für mich bist du Wind und Schnee. Du bist Erde.

Das Team

Bereits während des 1. Lockdowns haben sich die Assistierenden aus Regie, Bühnenbild und Kostüm des Residenztheaters zusammengetan und Wirklichkeitsflocken beim Videoformat Tagebuch eines geschlossenen Theaters des Residenztheaters präsentiert.

Bild: Eva Maria Scholz

Lisa Käppler, Silke Messemer und Richard Wagner – Assistierende aus den drei Departments – verwirklichten zusammen mit dem Kameramann Wolfgang Illmayr begleitet von der Dramaturgin und aus dem Englischen übertragen von Almut Wagner die Serie von Autor Guillermo Calderón.  Jede:r der drei Assistierenden federführend auf ihrem:seinem Gebiet, aber nie ohne Austausch und Abstimmung mit den beiden Anderen um Gemeinsam den besten Weg aus dem grauen Büroalltag und der Matrix eindeutiger Hierarchie in den bunten Kaninchenbau der flirrenden Phantastereien und Selbstbestimmung zu finden.   

Richard Wagner in Karl-Marx-Stadt geboren, studierte in Leipzig Theaterwissenschaft und Philosophie. Bereits zu dieser Zeit war er am Spinnwerk, einer Sparte des Centraltheaters Leipzig, an verschiedenen Stückentwicklungen beteiligt. Im Anschluss an sein Studium assistierte er am Schauspiel Leipzig, sowie von 2014-2017 am Theater Augsburg. Dort debütierte er mit Dostojewskis Der Traum eines lächerlichen Menschen als Regisseur. Im Anschluss assistierte er für zwei Jahre am Staatstheater Darmstadt und inszenierte dort Grounded (Am Boden) in der BAR. Seit 2019 ist Richard Wagner als Regieassistent am Residenztheater engagiert. In München konnte er einige Beiträge des Tagebuch eines geschlossenen Theaters umsetzen, besonders hierbei die Regie der Mini-Serie „BESTIE“ von Guillermo Calderón in Zusammenarbeit mit zwei Assistenz-Kolleginnen.

Bild: Kristina Assenova

Lisa Käppler, geboren 1990 in Dresden. Sie studierte Bühnengestaltung an der Akademie der bildenden Künste Wien (akbild Wien) bei Prof. Erich Wonder und Prof. Anna Viebrock sowie an der Universität der Künste Berlin (Udk Berlin) bei Prof. Hartmut Meyer. Während des Studiums wirkte sie im Bereich Bühne/Kostüm bei zahlreichen Projekten in Zusammenarbeit mit Studierenden der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch sowie der akbild Wien und der Udk Berlin mit. Dabei entstand unter anderem der Film „Nora“, der in der Halle für Kunst in Lüneburg und im mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien gezeigt wurde. 2016 entwarf sie das Bühnenbild zu „Melusine“ unter der Regie von Frank Hilbrich im „UNI.T“-Theater der Udk Berlin. Die neunteilige Miniserie „BESTIE“ ist eine Auftragsarbeit für das online-Format „Tagebuch eines geschlossenen Theaters“ des Residenztheater München. Seit September 2019 ist sie feste Assistentin für Bühnenbild am Residenztheater München. Sie assistierte unter anderem Thom Luz, Katja Haß, Katrin Lea Tag, Thilo Reuther und Alexander Wolf. 2021 zeigt sie mit ihrem Setdesign zur Serie „BESTIE“ von Guillermo Calderón im Rahmen des „Tagebuch eines geschlossenen Theaters“ ihre erste eigene künstlerische Arbeit am Residenztheater München.

Bild: privat

Silke Messemer arbeitet seit 2017 als Kostümassistentin am Residenztheater München. Ihr Bachelor- und Masterstudium (2012-2017) absolvierte sie in der Fachrichtung textil.kunst.design an der Kunstuniversität Linz bei Univ.-Prof. Mag.art. Gilbert Bretterbauer und A.Univ.-Prof. Mag.art. Priska Riedl. Von 2008-2010 machte sie eine Ausbildung als Mediengestalterin für Digital- und Printmedien. In der Zeit am Residenztheater wirkte sie bereits als Kostümbildnerin an einigen Produktionen mit: „BESTIE“ (2021) mit dem Regisseur Richard Wagner; „SINN“ (2019) mit den Regisseurinnen Anja Sczilinksi, Anna Horn und Raphaela van Bommel; „Bis ans Ende ihrer Tage“ (2018) mit der Regisseurin Mira Stadler; „Aladin und die Wunderlampe“ (2017) mit der Regisseurin Anna Horn. 2015 arbeitete sie als Schneiderin und Garderobiere bei den Opernaufführungen der Bregenzer Festspiele in Österreich. Als Kostümassistentin war sie 2012 bei den Bad Hersfelder Festpsielen mit dem Intendanten Holk Freytag engagiert. Bei dem Kinderfestival von Lilalu e.V. in München war sie 2011 als Schneiderin und Garderobiere tätig. 

Bild: privat

Guillermo Calderón, der Dramatiker, Drehbuchautor und Regisseur Guillermo Calderón wurde 1971 in Santiago de Chile geboren. Nach einem Schauspielstudium in Chile und dem Studium der Filmwissenschaft in New York gründete er die Theatergruppe „Teatro en el blanco“ und erhielt bereits mit deren erster Produktion „Neva“ weltweit Anerkennung. Seitdem touren seine Produktionen erfolgreich zu allen großen Festivals in Südamerika, Europa und Nordamerika. Seine letzte Theaterarbeit „Dragón“ ist zu Theater der Welt in Düsseldorf 2020/2021 eingeladen. Calderón schrieb zahlreiche Auftragsstücke, u.a. für das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Theater Basel, das HAU Berlin, das Royal Court, London, Center Theater Group in Los Angeles und das Public Theater in NYC, deren Produktionen er zum größten Teil selbst inszenierte. Er gilt als der wichtigste Dramatiker seiner Generation in Chile und versteht sich dezidiert als politischer Künstler. 

Für den chilenischen Regisseur Pablo Larrain schrieb Guillermo Calderón zahlreiche Drehbücher, u.a. „Violetta went to Heaven“ (World Cinema Jury Prize beim Sundance Festival 2012), „El Club“ (Gewinner des Silbernen Bären der Berlinale 2015 und nominiert für den Internationalen Golden Globe), „Neruda“ (Cannes Film Festival 2016) sowie zuletzt „Ema“ (Premiere 2019 bei den Filmfestspielen in Venedig). Derzeit bereitet er seinen ersten Spielfilm als Autor und Regisseur vor. 

HOW TO BE A SISTER

Freitag – Sonntag, online

ein Kurzfilm (ca. 4 Min)
Für Chimamanda, für Angela, für Audre … für dich, für mich, für uns. 

Regie: Azeret Koua
Mit: Sarah Yawa Quarshie
Künstlerische Beratung: Bernice Lysania Ekoula Akouala, Hannah Saar
Bühne/Kostüm: Elizaweta Veprinskaja
Kamera: Tobias Hoeft 
Schnitt: Kolja Haaf 

Azeret Koua geb. 1993 in Detroit, USA, ist seit der Spielzeit 2020/21 Regieassistentin am Schauspiel Dortmund. Zuvor studierte sie Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Kunstpädagogik an der LMU München. Zusätzlich arbeitete Azeret Koua als Regisseurin, Performerin, Schauspielerin, Podcasterin und Regieassistentin. Ihre diversen Regiearbeiten beinhalten #DEARHARVEY und Short Eyes an der Studiobühne München, weiterhin arbeitete sie am Rationaltheater, Residenztheater, den Kammerspielen München und mit dem Kollektiv Hauptaktion. Koua ist Mitglied der Initiative für Solidarität am Theater.

 Bild: Annika Hölscheidt

UNSERE INSEL

Freitag – Sonntag, online

Copyright: Diogo de Calle 

Das Projekt Unsere INSEL wurde als gemeinschaftliches Tanzprojekt mit Bewohner:innen verschiedensten Alters der Mierendorff-Insel in Berlin-Charlottenburg geplant. Themen wie Nachhaltigkeit und persönliche Verbindungen zu öffentlichen Orten sollten behandelt werden. Im Zuge der Corona-Beschränkungen im Frühling 2020 musste das Projekt ins Netz verlegt werden – das Bild der Insel bekam noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Neue Fragen stellten sich: Wie lässt sich der physische öffentliche Raum eines Kiezes mit virtuellen, imaginierten und filmischen Räumen verschränken? Kann der intime Akt, im eigenen privaten Raum vor der Kamera für andere zu tanzen in Zeiten von physischer Distanz etwas besonders Verbindendes darstellen?

Alle Proben fanden über das Videokonferenz-Programm Zoom statt. Der entstandene Tanzfilm ist seit Juni 2020 öffentlich. 

Auf der dazugehörigen Webseite des Projekts ist der Probenprozess mitsamt aller Materialien nachverfolgbar – von Zeichnungen, über Probenvideos und Inspirationen, bis hin zu Artikeln und Texten zu Themen wie Körperlichkeit in der Pandemie, Städtebau und radikaler Zärtlichkeit ist hier alles versammelt, was Team und Teilnehmende interessiert und beschäftigt hat zwischen April und Juni 2020.

Die Webseite wird zum künstlerischen Archiv, an dem jede:r nachverfolgen kann, was es heißt und wie es möglich sein kann, ein Gemeinschaftsprojekt über Distanz durchzuführen.

https://unsereinsel.tumblr.com/ (deutschsprachig)

https://unsereinselenglish.tumblr.com/ (englischsprachig)

Teilnehmende: Dagmar Eichhorn, Gundi Kälber, Joachim Saint-Paul, Yaara Marx, Frank Markowski, Catarina Marcos, Elisabeth Hirsch
Team: David Lima (Choreografische Leitung), Sofie Neu (Dramaturgie), João Miguel Ferreira (Schnitt und Webseite), Anna Petzer (Sound), Diogo deCalle (Zeichnungen), Magdalena Baader (Kostüm), Thibaud Leroy und Joanna von Essen (Setting)
Betreuung: Joanne Parkes, Susanne Vincenz
Mentoring: Lukas Matthaei

Dank an:
Thirza Marx, Tarik Mustafa, Martin Wittau, Andrea Isermann-Kühn, Frank Markowski, Elisabeth Hirsch, Abdullah Ericek, Gabriella Bertin, Maria Hector, Judith Brückmann und an alle maC-Kolleg*Innen und -Mitarbeiter*Innen

Eine Produktion im Rahmen des Masterstudiengangs Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin. Unterstützt von der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit, DorfwerkStadt e.V., Pulsraum e.V. und dem Deutschen Bühnenverein. David Lima ist Stipendiat der Fundação Calouste Gulbenkian.

Copyright: Diogo de Calle 

David Lima (*1990) bewegt sich in co-kreativen partizipativen (Tanz-)Projekten. Nach diversen Abschlüssen u.a. in Danceability-Tanzpädagogik und Musik im Krankenhaus, absolvierte er den MA in Choreografie am HZT Berlin. Er ist Mitbegründer von Manta de Retalhos – PT (2015), einem Kollektiv, das Menschen durch künstlerisch-kreative Projekte über sozial-politische Themen zusammenbringt. Seine künstlerische Arbeit setzt an der Verbindung von Kunst und Gemeinschaft in integrativen, interdisziplinären und generationenübergreifenden Projekten an.

Sofie Neu (*1992) studierte Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft in Berlin und Wien mit Schwerpunkt auf Bildwissenschaft, Medien und Gender Studies sowie Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Aktuell ist sie im Tape Art Kollektiv Klebebande sowie als Dramaturgin in freien Projekten im Bereich partizipatives Theater, Tanz und Figurentheater aktiv.

Diogo deCalle stammt aus Lissabon und lebt und arbeitet als multidisziplinärer Künstler in Berlin. Aus seinen Zeichen-, Illustrations- und Drucktechniken entwickelt er auch Verfahrensweisen für den Einsatz im sozialen Bereich. 2016 gründete Diogo zusammen mit anderen Künstlern das „Atelier SER – Spontaneous Art Movement“, das es sich zum Ziel gesetzt hat, öffentliche Plätze und Straßen durch Kunst in einen gemeinsamen Raum zu verwandeln.

Anna Petzer bewegt sich zwischen Musik, Tanz und Medienkunst. In ihrer performativen Projektarbeit wird der Körper zum Material, der Raum zum Kommunikationspartner und Transformation zur Strategie perzeptiver Eroberung physischer und virtueller Realitäten. Diese Realitäten können verschiedene Kontexte und Formate bespielen. Auf der Bühne steht sie als Choreografin und Performerin.

Thibaud Leroy studiert im 8. Semester Architektur an der UdK. Seine Schwerpunkte liegen im interdisziplinärem Gestalten. Er integriert bildhauerische, musikalische und performative Arbeit in seine Studien, so nahm er z.B. 2018 mit seinen Klangskulpturen aus wiederverwendetem Baumaterial an einem Festival der HdpK teil. Zur Zeit setzt er seinen ersten Entwurf, eine Umwandlung einer alten Scheune in Frankreich, um. 

Joanna von Essen studiert Architektur an der UdK. Im Laufe des Studiums hat sie sich in verschiedenen Projekten mit dem Thema der Verknüpfung von Tanz, Raumgestaltung und Musik beschäftigt. Neben Ihrem Studium spielt sie Geige und Bratsche in verschieden Ensembles und beteiligt sich dort auch an der Bühnengestaltung und grafischen Aufgaben. 

Magdalena Baader studiert Kostümbild an der UdK Berlin. Sie absolvierte Praktika am Residenztheater München, der Schaubühne Berlin, der Wiener Staatsoper und eine Kostümassistenz an der Oper Wiesbaden. 

João Miguel Ferreira ist Cutter und Kameramann. In seinen Projekten versucht er Gemeinschaften durch künstlerischen Ausdruck zu aktivieren, mit Schwerpunkt auf Dokumentationen und Video. 

WUNSCHMASCHINE™

Freitag – Sonntag, online

Der Name Megacorp steht für Pionierarbeit bei der Entwicklung digitaler Befragungstechnologien. Bequem und von zu Hause aus können Sie uns mitteilen, welche Themen Ihnen am Herzen liegen und uns so bei der Entwicklung neuer, innovativer Produkte begleiten. Mithilfe von Wunschmaschine ermittelt unser psychologisch geschultes Personal Ihren persönlichen Megascore, der Ihnen zukünftig dabei helfen wird, Ihr volles Potenzial auszuschöpfen und sich selbst Ihre Wünsche zu erfüllen.

Mit den Stimmen von: Alex Friedland, Johanna von Gutzeit

Konzept & Programmierung: Sören Zweiniger

Text: Peter Thiers 

Mitarbeit: Katharina Lackmann

In Zusammenarbeit mit den Cammerspielen Leipzig.

Prunk&Plaste gründeteten sich 2020 in Bremen und widmen sich der Erforschung genreübergreifender und experimenteller Formate. Es treffen sich Akteur:innen aus den Bereichen Regie, Bühne, Kostüm, Text, Musik, Medien, Dramaturgie und Theaterpädagogik, die derzeit an der Schnittstelle von analogen und digitalen Räumen arbeiten.

Sören Zweiniger, *1989 Karl-Marx-Stadt, studierte Kunstpädagogik an der Universität Leipzig und Dramaturgie an der HMT Leipzig. Erste Theatererfahrungen sammelte er unter der Intendanz von Sebastian Hartmann am Schauspiel Leipzig im Medienteam der Spielstätte Spinnwerk. Es folgten zahlreiche Arbeiten in den Bereichen Regie, Dramaturgie, Performance, Fotografie und Video in der freien Szene Leipzig, u.a. an den Cammerspielen Leipzig und bei den LOFFT Werkstattmachern. Unter der Intendanz von Enrico Lübbe ist er regelmäßig in den Bereichen Performance und Chor an den Produktionen des Schauspiel Leipzig und der Residenz Leipzig beteiligt, wo er neben Lübbe u.a. für Philipp Preuss und Claudia Bauer spielte. Oktober 2020 beschäftigte er sich zuletzt gemeinsam mit Hang Su in der Performance „My Eating Show“ mit dem koreanischen Internetphänomen Mukbang. Februar 2021 ging mit „Wunschmaschine“ der erste Teil seines Projekts „Megacorp“ online.

Peter Thiers, *1991 Gera, studierte Dramaturgie an der HMT Leipzig sowie der HfMT Hamburg. Bereits während dieser Zeit arbeitet er als Autor, Dramaturg und Regisseur für Theater, Film und Hörspiel. Sein Poetry Film „Echo“ wird 2014 im Wettbewerbsprogramm des DOK Leipzig gezeigt. Im Herbst 2016 wurde die Regiearbeit „Tod eines Jägers“ vom Generalkonsulat Danzig zur „Deutschen Woche“ nach Polen eingeladen. Während der Spielzeit 2016/17 betreute er die Produktionen „Popmythen #1: Starrr Wars“ sowie „Manet sehen. Zola hören.“ (Regie: Giacomo Veronesi) am Thalia Theater Hamburg dramaturgisch. 2017-2020 war er fester Regieassistent am Thalia Theater Hamburg. Er assistierte hier u.a. Thomas Birkmeir, Sebastian Nübling, Antú Romero Nunes, Stefan Pucher und Jette Steckel. Für sein Theaterstück „Warten auf Sturm“ erhielt er den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik 2019. 

Katharina Lackmann, *1986 Stepnogorsk, studierte von 2010 bis 2013 Szenographie und Kostüm an der Hochschule Hannover. Bereits während des Studiums führten Praktika sie ans Thalia Theater Hamburg und Theater Bremen, wo sie mit Regisseuren wie Luk Perceval und Herbert Fritsch zusammenarbeitete. Am Staatstheater Braunschweig war sie in mehreren Produktionen als Bühnen- und Kostümbildnerin tätig, wie in Andreas Steudtners „Die Klimakonferenz“, Maria Górnickas Chorstück „M(other) Courage“, Esther Jurkiewiczs „Mehr Licht!“ und zuletzt in Ulrike Hatzers „Freiheit Gleichheit Obergrenze“. 2016-2019 arbeitete sie als Ausstattungsassistentin am Theater Bremen, wo sie in dem Kooperationsprojekt „Ein neues Meer“ und in der Moks-Produktion „Endlich“ Bühne und Kostüme entwarf. Seit 2019 ist sie freie Kostüm- und Bühnenbilderin, und arbeitet zudem als Freelancerin in Öffentlichkeitsarbeit und Marketing in der Kulturbranche. Sie stattet eine Produktion in Kaliningrad für Regisseur Ralf Siebelt aus, und bearbeitet als Mitbegründerin von Prunk&Plaste mit Mathilde Lehmann diverse Projekte, zuletzt „Macbeth Macbeth Macbeth“ und „Dorian Gray“.