JUDAS

Sonntag, 17.10.2021

20:00-21:00

von Lot Vekemans

Schauspielhaus

Judas, ein Name der zum Inbegriff des ultimativen Verrats wurde. Die niederländische Autorin Lot Vekemans lässt ihn in ihrem Monolog zum ersten Mal selbst sprechen. Judas tritt aus dem Schatten der jahrhundertelangen Verachtung ins Rampenlicht und lässt uns teilhaben an seiner Geschichte, die wir alle zu kennen glauben und die vor mehr als 2000 Jahren begann. Er liefert uns keine Rechtfertigung, keine Entschuldigung, sondern nimmt uns mit auf seine Seite der Geschichte. Die Geschichte von Judas und Jesus, in der die Tat des Verrats neu beleuchtet wird.

Mit: Amelle Schwerk

REGIE Oliver Meyer

BÜHNE Vanessa Maria Sgarra

KOSTÜM Annabelle Gotha

MUSIK Christian Decker

DRAMATURGIE Melanie Hirner

Credits: Staatstheater Hannover

Oliver Meyer

Oliver Meyer wurde 1991 in Wippra geboren. Nach dem Abitur absolvierte er ein Praktikum am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Anschließend studierte er Theaterwissenschaft und Geschichte in Mainz und in Berlin. Währenddessen begleitete er zwei Produktionen am Theater STRAHL Berlin als Dramaturg. 

Von 2016 bis 2019 war er als Dramaturgie- und Regieassistent an den Bühnen Halle in den Sparten neues theater Halle und Thalia Theater Halle engagiert. In dieser Zeit betreute er einige Produktionen als Dramaturg, u. a. Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke von Joachim Meyerhoff. Zusammen mit der Dramaturgin Sophie Scherer kuratierte er die Reihe Bar jeder Kunst, ein Format für Projekte aus dem Ensemble. 

Mit Zeit der Kannibalen von Johannes Naber feierte 2019 seine erste Inszenierung Premiere. 

Im Herbst 2019 wechselte er als Regieassistent ans Schauspiel Hannover und inszenierte dort u.a. Das letzte Schaf von Ulrich Hub, Judas von Lot Vekemans und Die Tagesordnung von Éric Vuillard als Deutschsprachige Erstaufführung

Im Rahmen der Digitalen Bühne realisierte er Clavigo von Johann Wolfgang Goethe als Hörspiel sowie gemeinsam mit Schauspieler Sebastian Jakob Doppelbauer den Theaterfilm Aller Abend Tage

Für die Verleihung des Deutschen Theaterpreises DER FAUST 2020 an den Staatstheatern Hannover übernahm er die Regie.

Mit Beginn der Spielzeit 2021/2022 ist er als Schauspieldramaturg am Mainfranken Theater Würzburg engagiert.

Presse

Hannoversche Allgemeine Zeitung

„Amelle Schwerk flirtet und kungelt mit dem Publikum, sie schreit und fleht und sie singt mit einer schönen, kraftvollen Stimme. Der Monolog in der Inszenierung von Oliver Meyer ist mehr als nur ein Rahmen, in dem eine Schauspielerin ihre künstlerischen Fertigkeiten demonstrieren darf. Amelle Schwerk ist zwar laut und energiegeladen, aber nicht aufgedreht und geltungssüchtig, sondern immer ganz bei sich. Hier ist beides zu erleben, große Show und intensive Innerlichkeit.“

Neue Presse

„In dem Theaterfilm von Regisseur Oliver Meyer wird Religionsgeschichte zur Fernsehshow mit dem X-Faktor Charisma – wenn die direkte Begegnung fehlt, muss die Illusion umso größer sein. Schwerks Judas stellt in intensivem Spiel jedem Zuschauer seine Gewissensfragen. (…) Eine ganz menschliche Geschichte bricht sich Bahn, eine voller Schuld und Reue, dieses Gefühl, „als ob sich etwas seinen Weg frisst durch den Magen“.